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Ein Baby im Hochstuhl trinkt mit beiden Händen aus einem kleinen offenen Becher Wasser, ein Elternteil hält den Becher mit; auf dem Tisch Wasserkaraffe, ein Glas Milch und ganzes Obst, das Honigglas steht hoch im Regal
7 Min. Lesezeit 26/09/2026
Ernährung & EssenArtikel

Ausgewogene Teller, fröhliche Tische

Ab wann Wasser fürs Baby? Kuhmilch, Honig und Saft (0-3 Jahre)

Ab wann braucht ein Baby Wasser, ab wann Kuhmilch, Honig oder Saft – und wie viel pro Tag? Ein Zeitplan nach den Empfehlungen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit.

7 Min. Lesezeit Veröffentlicht: 26/09/2026

Allgemeine Information: Allgemeine Information, die individuell abweichen kann. Sprechen Sie vor Entscheidungen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einer Fachperson.

Kurz gesagt

  • In den ersten vier bis sechs Monaten bekommt Ihr Baby über Muttermilch oder Säuglingsmilch genug Flüssigkeit.
  • Zusätzliches Wasser braucht es erst, wenn die dritte Breimahlzeit eingeführt ist, meist mit 7 bis 9 Monaten.
  • Kuhmilch kommt zuerst im Vollmilch-Getreide-Brei auf den Tisch, als Getränk erst ab dem ersten Geburtstag.
  • Honig ist im ersten Lebensjahr tabu; Saft ist nie nötig, Wasser bleibt der beste Durstlöscher.

Lumiya-RedaktionStützt sich auf 5 QuellenUnsere redaktionellen Grundsätze

Ihr 7 Monate altes Baby greift beim Essen nach Ihrem Glas, und die Frage liegt nahe: Ab wann Wasser fürs Baby, und ab wann Kuhmilch? Kurz gesagt: Wasser meist mit 7 bis 9 Monaten, sobald der dritte Brei eingeführt ist. Kuhmilch zuerst im Brei, als Getränk erst ab dem ersten Geburtstag; Honig im ersten Jahr gar nicht.

Welches Getränk kommt ab welchem Alter?

In den ersten Monaten deckt Muttermilch oder Säuglingsmilch den ganzen Flüssigkeitsbedarf. Danach kommen Getränke Schritt für Schritt dazu, im Takt der Beikost. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) beschreibt die Reihenfolge so.

Getränke-Zeitplan, 0-3 Jahre

  1. Nur Muttermilch oder Säuglingsmilch

    In den ersten vier bis sechs Monaten reicht die Milch auch als Flüssigkeit.

  2. Erster Brei

    Beikost frühestens nach dem vierten, spätestens mit Beginn des siebten Monats.

  3. Kuhmilch im Brei

    Vollmilch-Getreide-Brei mit pasteurisierter Vollmilch (3,5 % Fett).

  4. Wasser aus dem Becher

    Mit dem dritten Brei braucht Ihr Baby zusätzlich Wasser oder ungesüßten Tee.

  5. Honig erlaubt, Milch als Getränk

    Das erste Lebensjahr ist vorbei: Honig ist jetzt unbedenklich.

Vier farbige Balken: Wasser beginnt nach sechs Monaten, Kuhmilch steht zwischen 6 und 12 Monaten nur in einer Schale und danach im Becher, Honig ist vor 12 Monaten durchgestrichen, Saft beginnt nach 12 Monaten als dünner Balken
Wasser kommt mit dem Brei, Kuhmilch und Honig ab dem ersten Geburtstag; Saft ist nie Pflicht.Lumiya

Der Zeitplan fasst unseren Überblick zu Getränken für Babys und Kleinkinder zusammen. Im Folgenden geht es um jedes Getränk mit Mengen.

Ab wann Wasser – und wie viel?

Solange Ihr Baby nur Milch trinkt, braucht es kein zusätzliches Wasser. Laut BIÖG ist das erst nötig, wenn die dritte Breimahlzeit eingeführt ist. Je nach Beginn der Beikost ist das meist mit 7 bis 9 Monaten.

Leitungswasser muss in Deutschland in der Regel nicht abgekocht werden. Lassen Sie es laufen, bis es kalt kommt, und verwenden Sie kein Wasser aus Bleileitungen; im Ausland kann Abkochen nötig sein.

Alter Trinkmenge pro Tag Wie?
0-6 Monate Nicht nötig Muttermilch oder Säuglingsmilch reicht
Ab dem dritten Brei (meist 7-9 Monate) Kleine Mengen zu den Mahlzeiten Leitungswasser, stilles Mineralwasser oder milder ungesüßter Tee
Übergang zur Familienkost Zunächst etwa 200 ml (ein Becher) Aus Becher oder Tasse
Familienkost abgeschlossen Etwa 600-700 ml Zu jeder Mahlzeit und zwischendurch

Das BIÖG rät, von Anfang an aus Becher oder Tasse trinken zu lassen, nicht aus der Flasche. Füllen Sie den Becher anfangs bis zum Rand und sagen Sie Ihrem 9 Monate alten Kind: „Schau, ich trinke auch!“

Sauerstoffmaske

Wenn Ihr Baby das Wasser wieder ausspuckt oder den Becher wegschiebt, ist das kein Grund zur Sorge. Anfangs geht es ums Kennenlernen, nicht um die Menge; bieten Sie den Becher einfach zur nächsten Mahlzeit wieder an.

Kuhmilch vor und nach dem ersten Geburtstag

In Deutschland kommt Kuhmilch nicht als Getränk, sondern im Brei zuerst auf den Tisch. Etwa einen Monat nach dem ersten Brei ersetzt ein Vollmilch-Getreide-Brei eine weitere Milchmahlzeit. Das BIÖG nennt dafür pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett oder Säuglingsmilch; Roh- oder Vorzugsmilch sollte nicht verwendet werden.

Als Getränk im Becher folgt Kuhmilch ab dem ersten Geburtstag. Die US-Kinderärzte (AAP) nennen für 12 bis 24 Monate etwa 2 Becher Vollmilch am Tag (rund 470 ml), ab 2 Jahren 2 bis 3 Becher fettarme Milch.

Irrtum Tatsache
„Babys brauchen von Anfang an Tee oder Wasser.“ In den ersten vier bis sechs Monaten reicht Muttermilch oder Säuglingsmilch.
„Leitungswasser muss für Babys immer abgekocht werden.“ In Deutschland in der Regel nicht; ablaufen lassen, bis es kalt ist, keine Bleileitungen.
„Kuhmilch ist vor dem ersten Geburtstag tabu.“ Im Milch-Getreide-Brei ist Vollmilch vorgesehen; nur als Getränk wartet sie bis nach dem ersten Jahr.
Drei Spalten mit Bechern pro Tag: mit 6-12 Monaten ein halber Becher Wasser und durchgestrichene Milch; mit 12-24 Monaten 1-4 Becher Wasser und 2 Becher Milch; mit 2-3 Jahren 1-5 Becher Wasser und 2-3 Becher Milch
Volle Becher zeigen die Untergrenze, gestrichelte die Obergrenze (US-Kinderärzte AAP; 1 Becher etwa 240 ml).Lumiya

Warum müssen Honig und Saft warten?

Die Gründe sind verschieden. Beim Honig geht es um Sicherheit, beim Saft um Ernährung und Zähne.

Die Wissenschaft dahinter

Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, das im Boden und im Staub vorkommt. Im ersten Lebensjahr ist die Darmflora noch nicht ausgereift, sodass die Sporen im Darm auskeimen und ein Gift bilden können, das die Nerven angreift. Man nennt das Säuglingsbotulismus; bei älteren Kindern verhindert die Darmflora das.

Offizielle Quelle
Auf diesen sollte im ersten Lebensjahr wegen der Gefahr des sogenannten Säuglingsbotulismus verzichtet werden.
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)kindergesundheit-info.de – Empfehlungen zur Säuglingsernährung

Im ersten Lebensjahr heißt das:

  • Keinen reinen Bienenhonig geben, auch nicht selbst gebacken oder im Tee.
  • Keinen Schnuller in Honig tauchen.
  • Honig in Fertigprodukten gilt laut BIÖG als unbedenklich, weil die Keime beim Erhitzen in der Herstellung abgetötet werden.

Beim Saft ist nicht die Sicherheit das Problem, sondern der Zucker. Obst- und Gemüsesäfte liefern zusätzliche Energie und können Karies fördern; Getränke mit zugesetztem Zucker, Honig oder Sirup sollten Sie grundsätzlich meiden.

Unbedenklich Vorsicht
Ein Schuss Obstsaft im Milch-Getreide-Brei Saft, Smoothies oder Quetschies zwischendurch
Ganzes Obst, geschnitten oder zerdrückt Saft aus der Flasche zum Nuckeln
Leitungswasser als erster Durstlöscher Getränke mit Zucker, Honig oder Sirup

Warum empfehlen Länder Unterschiedliches?

In den Grundregeln sind sich die Fachstellen einig: kein Honig und keine Kuhmilch als Getränk vor dem ersten Geburtstag. Bei den Details unterscheiden sie sich. Das heißt nicht, dass eine Empfehlung falsch ist; Essgewohnheiten sind von Land zu Land verschieden.

Land (Stelle) Wasser ab wann? Besonderheit
Deutschland (BIÖG) Nach dem dritten Brei, meist 7-9 Monate Kuhmilch zuerst im Brei; Leitungswasser meist ohne Abkochen
USA (AAP) Um den 6. Monat, 120-240 ml am Tag Vollmilch mit 1-2 Jahren, danach fettarm
Niederlande (Voedingscentrum) Wasser ist der beste Durstlöscher Mit 1-4 Jahren etwa 1 Liter Getränke am Tag inklusive Milch; spezielle Kindermilch unnötig

Lassen Sie sich von den Unterschieden nicht verunsichern. Welche Mengen für Ihr Kind im Alter von 0-12 Monaten oder 1-3 Jahren passen, kann Ihre Kinderarztpraxis anhand des Wachstums einschätzen.

Wann zum Arzt?

Dass ein Baby Wasser verweigert oder an einem Tag mehr, am nächsten weniger Milch trinkt, ist normal. Gehen Sie aber zeitnah zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Verstopfung, schwaches Saugen, leises Weinen oder eine schlaffe Kopfhaltung in den Tagen nach Honig im ersten Lebensjahr
  • Deutlich weniger nasse Windeln, dunkler Urin oder ein trockener Mund
  • Ein Kleinkind, das fast nur Milch trinkt und kaum etwas isst, blass wirkt oder schnell müde wird
  • Erbrechen, Nesselausschlag oder Blut im Stuhl nach Milch oder Milchprodukten

Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung; besprechen Sie Fragen zu Ihrem Kind in der Praxis.

Was offizielle Stellen sagen

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt, im ersten Lebensjahr auf Honig zu verzichten und Babys erst ab dem dritten Brei zusätzlich Wasser zu geben. Bei Atemnot, Schluckbeschwerden oder auffälliger Schlaffheit wählen Sie sofort 112.

Allgemeine Information: Dieser Inhalt bietet allgemeine Informationen auf Grundlage fachlicher Quellen. Jedes Kind, jede Familie und jede Situation ist anders; das hier Beschriebene kann von Person zu Person abweichen. Besprechen Sie Entscheidungen, die Ihr Kind betreffen, mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson.

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Redaktioneller Hinweis

Dieser Text bietet allgemeine Informationen; jedes Kind isst und wächst anders. Welche Mengen für Ihr Kind passen, besprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

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